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in wenigen Jahren sterben ganze Bestände ...

Wald und Holz als CO2 -Speicher dank Photosynthese

Bei der Bildung von Holz und Biomasse wird durch den Prozess der Photosynthese CO2 aus der Luft aufgenommen, Wasser aus dem Boden „gezogen“ und unter Sonnenenergie Holz und Biomasse gebildet. Holz besteht zu 50% aus Kohlenstoff, der aus dem CO2 der Atmosphäre stammt.

Deshalb ist jeder lebende Baum, je größer, je besser, gerade in Zeiten des Klimwandels doppelt wichtig, um das Klimagas CO2 in der Atmosphäre zu reduzieren. Vor diesem Hintergrund, ist Wald überlebenswichtig.

Ist der Lennebergwald noch zu retten?

Die Budenheimer GRÜNEN sind mit mir einer Meinung

Ich plädiere für konsequenten Klimaschutz!

3 Dürrejahre in Folge und ein mittlerer Temperaturanstieg, der in manchen Regionen, gerade im Süd-Westen Deutschlands, schon die 1,5 Grad Marke überschritten hat, fordern Tribut. Wie verheerend sich das auswirkt, sehen die Mainzer, die Budenheimer, die Heidesheimer direkt vor der Haustür, denn der Klimawandel ist auch hier angekommen.

Der Lennebergwald ist deutlich sichtbar betroffen. Er ist das letzte nennenswerte Stück Wald in Rheinhessen. Enorme Anteile sind bereits abgestorben. Dabei handelt es sich primär um den Kiefernbestand, aber nicht nur, denn Ahorn und Buche sind ebenfalls betroffen. Selbst in den Lagen unterhalb des Lennebergturms, die wegen ihrer besseren Bodenbeschaffenheiten als „sicher“ galten, zeigen selbst die als robust eingestuften Buchen massive Schäden, die wiederrum Ursache für weiträumige Absperrungen sind.

Das Waldgebiet wird Jahr für Jahr von bis zu 1,5 Millionen Besuchern aufgesucht. In Corona-Zeiten ist mangels Alternativen die Bewegung „an der frischen Luft“ nachvollziehbar – selten hat man so viele Menschen im Wald gesehen – für den Wald und dessen Tierbestand ist das jedoch eine enorme Belastung: Der Forstbetrieb hat mit der Aufgabe der Gefahrenabwehr für die Besucher viel Arbeit. Bäume, die auf Wege oder Straßen zu stürzen drohen, müssen vordringlich beseitigt werden. An manchen Stellen mutet es bereits wie Kahlschlag an. Den Kampf gegen den Borkenkäfer hat man mittlerweile aufgegeben. Man überlässt, wo es geht, die Natur sich selbst. Zumal die Holzpreise aufgrund des bundesweiten Überangebots so „im Keller“ sind, dass sich die Arbeit der Holzaufbereitung als Meter- oder Stammholz kaum noch rechnet. Näheres zu der Frage, wie es mit dem Lennebergwald weiter geht, ist auf der Webseite ► lennebergwald.de vom Revierförster Stefan Dorschel zu erfahren. Er prognostiziert die Versteppung des Waldgebietes. Das wird einschneidende Folgen für das Makroklima und den Wasserhaushalt des Gebietes und seiner Anrainer haben. Die Frischluftzufuhr und folglich temperaturregulierende Wirkung, gerade im Sommer, würde empfindlich gestört, wenn nicht ganz zum Erliegen kommen.

A643 Ausbau befeuert das Waldsterben vor Ort

Das beschriebene Szenario wird von jedem weiteren Waldverlust angeheizt. Der lange geplante Ausbau der A643, mit dem – vom CSU geführten Bundesverkehrsministerium – geforderten sechsspurigem Ausbau, ist so ein massiver Eingriff in den Wald, den es zu verhindern gilt. 800 oder mehr Bäume würden der Planung zum Opfer fallen.

Ein breites Bündnis von Naturschutzverbänden, politischen Gruppierungen und der Stadt Mainz fordern seit langem auf den sechsspurigen Ausbau zu verzichten und priorisiert stattdessen den 4+2 Ausbau mit intelligenter Verkehrslenkung, sogenannter Telematik. Damit würden genügend Kapazitäten geschaffen, ähnlich wie man es von der A63 zwischen Mainz und Nieder-Olm kennt. Das würde deutlich weniger Landschaft und Wald kosten, schließlich führt der Autobahnabschnitt durch ein einzigartiges Naturschutzgebiet, den Mainzer Sand und der nächste Bauabschnitt zwischen Gonsenheim und Finthen durch das Naturschutzgebiet Lennebergwald.

Leider ist auch der Budenheimer Gemeinderat in der A643-Ausbaufrage sehr gespalten. Die GRÜNEN halten dagegen und sagen: konservative Politiker lassen ihren Lippenbekenntnissen zum Kampf gegen den Klimawandel keine Taten folgen. Die veraltete Verkehrspolitik vergangener Jahrzehnte passt nicht zu den Bemühungen um den dringenden Klimaschutz. Schon deshalb appellieren die Budenheimer GRÜNEN zusammen mit ihrer Landtagskandidatin Kerstin Claus an alle Akteure: „Waldschutz ist Klimaschutz. Tun Sie alles, um den Lennebergwald zu schützen.“

► Pressemeldung zum Download